Warum steigen viele Banken aus der Finanzierung des Handels aus?
Das der Handel nicht erst seit der Finanzkrise ein Problem bei der Versorgung mit Krediten hat, war uns allen bewusst. Dass die Banken sich so stark aus der Finanzierung des Einzelhandels zurückgezogen haben, wohl eher nicht. Immer mehr Lieferanten treten an die Stelle der Banken, da die Einzelhändler sie inzwischen immer häufiger bitten, als Kreditgeber einzuspringen, weil die Banken notwendige Geldmittel nicht mehr zur Verfügung stellen.
Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung ist das Risikomanagement der Banken. Viele Hausbanken, die den Handel betreuen, haben ein Problem mit der Bewertung der Zukunftsfähigkeit von Einzelhandelsunternehmen. Oft fehlen die Experten aus dem Handel, denn die vorhandenen klassischen Kennzahlensysteme führen in einer komplexer werdenden Konsumwelt zu einem Bewertungsproblem. Dieses wiederum erhöht das Kreditausfallrisiko.
Die Kennzahlenanalyse ist nachwievor die am häufigsten angewandte Analysemethode und bei der Kreditwürdigkeitsprüfung immer noch von großer Bedeutung. Aus der Sicht des Beraters ist die Kennzahlenanalyse ein verhältnismäßig einfaches Instrument, das weitgehend unabhängig von der personellen Qualifikation eingesetzt werden kann.
Basel II hat diese Entwicklung noch verschärft. Mit Basel II soll die Kreditwürdigkeitsprüfung eines Unternehmens nicht mehr ausschließlich von den „harten Faktoren“ abhängig sein, sondern auch andere Zukunftspotenziale in die Bewertung einfließen, wie die immateriellen Werte eines Unternehmens, Kompetenzen oder Kundenbeziehungen. Gerade wenn es um die Finanzierung von Zukunftsinvestitionen geht, können solche weichen Erfolgsfaktoren aber eine entscheidende Rolle spielen. Wie allgemeine bekannt ist, haben diese Faktoren einen direkten Einfluss auf das Betriebsergebnis. Doch eine Möglichkeit, diese zu bewerten, fehlt den meisten Banken. Damit fallen sie aus der Bewertung heraus.
Für den inhabergeführten Einzelhandel besteht nun die Herausforderung, der Hausbank diese bisher unberücksichtigten Werte transparent zumachen.
Das heißt, nicht nur wie bisher die Monatsabschlüsse vorzulegen, sondern auch wesentliche Ereignisse / Veränderungen aus dem „Unternehmensalltag“ zu kommunizieren.
Die Notwendigkeit, sich mit den immateriellen Werten des eigenen Unternehmens, wie Kompetenzen, Kundenbeziehungen, und andere Zukunftspotenziale zu befassen, birgt für die Inhaber einen entscheidenden Vorteil: Er zwingt sie zur intensiven Auseinandersetzung mit dem eigenen Unternehmen. Sie erhalten so künftig, falls notwendig, viel leichter die benötigten Kreditmittel.
Diese für viele sicherlich neue Auseinandersetzung mit Banken und dem eigenem Unternehmen, sollte zumindest in der Startphase professionell begleitet werden. Die Fuleda KG ist aufgrund ihrer Erfahrung Ihr Ansprechpartner.
Warum steigen viele Banken aus der Finanzierung des Handels aus?

