Glossar
Der Glossar der
Unternehmensberatung Fuleda KG Kassel ist eine Sammlung von
Management-Begriffen. Mit diesem Online-Glossar
wollen wir Ihnen die Möglichkeit geben, Begriffe
erklärt zu bekommen, die in ihrem Unternehmeralltag vorkommen.
Sollten Ihnen Begriffe
fehlen oder Sie sie
möchten einen Vorschlag machen, schreiben Sie uns eine E-Mail
mit dem Begriff oder der Erklärung. Wir nehmen diesen dann
gerne auf oder helfen Ihnen bei der Klärung!
| Absatz | Anzahl der von einem Unternehmen innerhalb einer Zeitperiode verkauften Güter und Waren. |
| Abschreibung | betriebswirtschaftliche und steuerliche Erfassung der Minderung von Vermögenswerten. Der Wertverzehr von Vermögensgegenständen wird als Aufwand (Kosten) über die einzelnen Perioden ihrer Nutzung verteilt. |
| Abschreibungsverfahren | Man unterscheidet lineare, degressive, progressive und leistungsbezogene Abschreibungsmodelle. Bei der linearen Abschreibung rechnet man mit konstanten, bei der degressiven mit fallenden und bei der progressiven mit steigenden Abschreibungsbeträgen pro Zeiteinheit. Die leistungsbezogene Abschreibung orientiert sich an der Ausbringungsmenge. |
| Abweichungsanalyse | Vergleich zwischen Planwerten und dem Ist-Zustand. Die Abweichungsanalyse (z. B. hinsichtlich der Kosten) ist für einen Wirtschaftlichkeitsberechnung unerlässlich. Wird im Rahmen des Controllings durchgeführt. |
| Aktivposten | Das Vermögen, das ein Unternehmen besitzt. Wird auf der linken Seite einer Bilanz als Aktiva aufgeführt. Die vorhandenen Vermögensgegenstände werden nach ihrer Verwendung im Unternehmen unterschieden (z. B. im Anlage- und Umlaufvermögen). |
| Amortisationsdauer | Zeitspanne des Kapitalrückflusses. Mit Amortisationsdauer bezeichnet man die Zeit, die vergeht, bis die Anschaffungskosten einer Investition durch die von ihr erwirtschafteten Einnahmen gedeckt werden. Wird auch als Pay-off- oder Pay-back-Dauer bezeichnet. |
| Anlagevermögen: | Gemäß § 247 Abs. 2 HGB handelt es sich hierbei um Gegenstände (...) die bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Hierunter versteht man z. B. Grundstücke, Maschinen, Gebäude, aber auch Beteiligungen an anderen Unternehmen. |
| Annuität: | Bezeichnung für die Ratenzahlungen eines Kredits. Sie setzt sich aus einem Zinsanteil und einer Tilgung zusammen. Bei der Tilgung handelt es sich um die kontinuierliche Rückzahlung des Kredits. Die Zinsen enthalten die Gebühr des Kreditgebers. |
| Anschaffungskosten | Sämtliche Ausgaben, die für den Einkauf eines Gegenstandes anfallen. Hierunter fallen auch die Anschaffungsnebenkosten (Transport, Montage), welche zur Bereitstellung der Leistungsfähigkeit des Gegenstandes nötig sind. Obergrenze für den Wertansatz in der Steuer- und Handelsbilanz. |
| Aufwand | Verbrauch aller, in Geldeinheiten erfassbaren Güter und Dienstleistungen einer Abrechnungsperiode, die das Eigenkapital mindern. |
| Ausgabe | Verminderung des Nett-Geldvermögens eines Unternehmens. Dabei kann es sich um Auszahlungen, Abgänge von kurzfristigen Forderungen oder Zugang von kurzfristigen Verbindlichkeiten handeln. Ausgaben müssen demzufolge nicht mit Auszahlungen verbunden sein. Gehen Verbindlichkeiten zu, die aber nicht sofort bezahlt werden, fließt kein Geld, obwohl es sich um eine Ausgabe handelt. Es handelt sich um den Gegenbegriff zur Einnahme. |
| Auszahlung | Abfluss von Bargeld und Sichtguthaben. Der Gegenbegriff ist die Einzahlung. |
| Außenfinanzierung | Eine Form der Finanzierung, bei der das Unternehmen Geld von externen Investoren oder Kreditgebern erhält. Handelt es sich z. B. um Investoren, stellen sie dem Unternehmen Eigenkapital zur Verfügung. Bei Banken und anderen Kreditgebern handelt es sich um Fremdkapital. Auch Lieferantenkredite sind eine Form der Außen-Fremdfinanzierung. |
| Beteiligung | Der Erwerb und Besitz von Anteilen an anderen Unternehmen mit dem Ziel, Einfluss auf das Unternehmen zu nehmen bzw. sich mit diesem Unternehmen zu verflechten. Je nach Größe der Beteiligung unterscheidet man paritätische (zu gleichen Teilen) Minoritäts- und Majoritätsbeteiligungen. |
| Betriebsabrechnungsbogen | Wird für die meist monatlich durchgeführte Betriebsabrechnung benötigt und listet die entstandenen Kosten und ihre Umlegung auf Kostenstellen in tabellarischer Form auf. |
| Betriebsertrag | Ertrag bzw. Wert aller im Unternehmen erbrachten Leistungen und zwar im Rahmen des betrieblichen Zweckes. Betriebsfremde Erträge spielen hierbei also keine Rolle. Der Gegenbegriff ist der Betriebsaufwand. |
| Bilanz | Ist Teil des Jahresabschlusses und
stellt die unternehmerische Mittelherkunft/Finanzierung (Passiva) und
Mittelverwendung/Vermögen (Aktiva) des Unternehmens
gegenüber. Der Begriff Bilanz leitet sich vom italienischen
Wort bilancio ab, das eine Waage mit zwei Schalen bezeichnet. Beide
Seiten der Bilanz weisen stets die gleiche Höhe auf. Bilanzgliederung: Die Bilanz wird nach bestimmten Vorgaben in Kontoform gegliedert. §247 HGB ordnet eine gesonderte Gliederung des Anlage- und Umlaufvermögens, der Schulden, des Eigenkapitals sowie von Rechnungsabgrenzungsposten an. §266 HGB und §267 HGB enthalten detailliertere Vorschriften für die Gliederung der Bilanz von großen und mittelgroßen Kapitalgesellschaften. |
| Break-Even-Analyse | Berechnung der Gewinnschwelle. Ab dem Break-Even-Punkt erzielt das Unternehmen Gewinne. Das ergibt sich daraus, dass fixe Kosten und Deckungsbeiträge der Produkte an diesem Punkt gleich sind. Jede weitere verkaufte Einheit steigert somit den Gewinn. |
| Buchhaltung | Auch Buchführung genannt. Chronologische Aufzeichnung der Zahlenwerte sämtlicher Geschäftsvorfälle. Es gilt das Belegprinzip: Jede Aufzeichnung/Buchung muss durch einen schriftlichen Beleg beweisbar sein. |
| Cash-Flow | Kennzahl, welche den Nettozufluss
liquider Mittel beschreibt und eine Aussage über die Ertrags-
und Innenfinanzierungskraft eines Unternehmens macht. Es gibt
unterschiedliche Berechnungsmöglichkeiten. Die in der Praxis
übliche Methode rechnet dem Jahresüberschuss
sämtliche nicht ausgabewirksame Aufwendungen (z. B.
Abschreibungen und ggf. Rückstellungen)
zu und zieht nicht einzahlungswirksame Erträge (z. B.
Auflösung von Rückstellungen)
ab: Cash-Flow= Jahresüberschuss + Abschreibungen +/- Zu/Abgang Rückstellungen |
| Controlling | Führungsinstrument zur funktionsübergreifenden Planung, Steuerung und Kontrolle unternehmerischer Ziele. Der Controller überwacht die Zielerfüllung anhand von Soll-Ist-Vergleichen und der Kontrolle unternehmensrelevanter Kennzahlen. |
| Deckungsbeitrag | Begriff aus der Kosten- und Leistungsrechnung. Bezeichnet die Differenz zwischen Erlösen und variablen Kosten. Das Ergebnis ist jener Betrag, der für die Deckung der fixen Kosten, die den einzelnen Produkten nicht eindeutig zugeordnet werden können, zur Verfügung steht. |
| Eigenkapital | Wird vom Eigentümer selbst
in den Betrieb eingebracht und bildet die Differenz zwischen
Vermögen und Schulden. Einnahmen: Vermehrung des Netto-Geldvermögens eines Unternehmens. Es stellt den Wert der durch den Verkauf abgegangener Güter und Dienstleistungen dar. Einnahmen müssen nicht sofort zu Einzahlungen führen. Wenn beispielsweise eine Ware mit einem Zahlungsziel verkauft wird, gehen lediglich Forderungen zu, aber keine liquiden Mittel. Der Gegenbegriff sind Ausgaben. |
| Einzahlungen | Zufluss von Bargeld und Sichtguthaben. Der Gegenbegriff ist die Auszahlung. |
| Einzelkosten | Begriff aus der Kosten- und Leistungsrechnung. Hierbei handelt es sich um Kosten, die einem Kostenträger (z. B. einem Produkt) direkt und verursachungsgemäß zugeordnet werden können. Der Gegenbegriff sind Gemeinkosten. |
| Erfolg | Wird auch als Ergebnis bezeichnet. Stellt die Differenz zwischen Erträgen und Aufwänden pro Rechnungsperiode dar. Es handelt sich rechnerisch um Veränderungen des Eigenkapitals, korrigiert um Einlagen und Entnahmen. Ist der Erfolg positiv, macht das Unternehmen Gewinne, ansonsten Verluste. |
| Ergebnis | Wird auch als Erfolg bezeichnet. Stellt die Differenz zwischen Erträgen und Aufwänden pro Rechnungsperiode dar. Es handelt sich rechnerisch um Veränderungen des Eigenkapitals, korrigiert um Einlagen und Entnahmen. Ist der Erfolg positiv, macht das Unternehmen Gewinne, ansonsten Verluste. |
| Erlös | Stellt den Gegenwert einer verkauften Ware oder Leistung dar. Erlöse können dem Unternehmen als Geldeinzahlungen oder Forderungszugänge entstehen. |
| Ertrag | In Geldeinheiten bewertete Güterentstehung eines Unternehmens während eines bestimmten Zeitraumes. Der Gegenbegriff ist der Aufwand. |
| Factoring | Abtretung von Forderungen (z. B. aus eigenen Leistungen an Kunden) an ein Factoring-Institut (Factor), das beim so genannten echten Factoring auch das Ausfallrisiko der Forderung trägt. Das Unternehmen kann damit fällige Forderungen sofort zur Finanzierung nutzen, muss dem Factor jedoch eine Risiko- und Verwaltungsgebühr zahlen, sowie einen Zinsabschlag bis zur Fälligkeit abziehen. |
| Finanzbuchhaltung | Teilgebiet des Rechnungswesens. Gezielte Darstellung aller Geschäftsvorfälle im Rahmen der doppelten Buchführung. Vor allem die finanziellen Beziehungen des Unternehmens zu externen Geschäftspartnern (Kapitalgeber, Gläubiger, Schuldner) stehen im Vordergrund der Finanzbuchhaltung. Sie stellt den Jahreserfolg fest und bildet die Grundlage für die Schlussbilanz. |
| Finanzierung | Beschaffung von Eigen- und Fremdkapital, um die betriebliche Leistungserstellung und nötige Investitionen sicher zu stellen. Finanzierung kann über eine Außenfinanzierung (mit der Aufnahme von Fremd- oder Eigenkapital) oder als Innenfinanzierung über den Cashflow, die Bildung von Rückstellungen und Einbehalten von Gewinnen erfolgen. |
| Finanzrechnung | Ein- und Auszahlungen werden gegenübergestellt und hiermit die Liquidität des Unternehmens bewertet. Dies kann als Plan- und Istrechnung erfolgen. |
| Fixe Kosten | Fixkosten fallen immer in gleicher Höhe an, egal wie hoch die Ausbringungsmenge eines Produktes ist. Daher lassen sie sich nicht verursachungsgemäß zuordnen. Der Gegenbegriff sind die variablen Kosten. |
| Fremdkapital | Die Verbindlichkeiten eines Unternehmens, die entweder durch den betrieblichen Prozess oder durch die Kapitalaufnahme entstanden sind. Fremdkapital wird auf der Passivseite der Bilanz als Finanzierungsinstrument für das Vermögen geführt. |
| Gemeinkosten | Hierbei handelt es sich um Kosten, die einem Produkt nicht verursachungsgemäß zugeordnet werden können. Gemeinkosten fallen immer für mehrere Bezugsgrößen gemeinsam an und können über bestimmte Schlüssel auf diese Produkte umgelegt werden. Es gibt beispielsweise Material-, Fertigungs-, Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten. |
| Gesamtkostenverfahren | Eine Form der Gewinn- und Verlustrechnung. Hierbei werden die Erträge einer Periode den Aufwendungen gegenübergestellt. Eine andere Methode ist das Umsatzkostenverfahren. |
| GuV | Stellt einen Teil des Jahresabschlusses dar. In der GuV werden Aufwendungen und Erträge festgestellt. Das Ergebnis ist der Jahreserfolg. Die Rechnung kann nach dem Gesamtkostenverfahren oder dem Umsatzkostenverfahren erstellt werden. |
| Gewinnschwellenanalyse | siehe: Break-Even-Analyse |
| Grenzerlös (-ertrag) | Wird eine zusätzliche Einheit eines Produktes verkauft, handelt es sich hierbei um den Grenzerlös. |
| Grenzkosten | Bezeichnet die Mehrkosten, die für die zusätzliche Produktion einer weiteren Einheit anfallen. |
| Grenzkostenrechnung | Kostenrechnung, die auf Teilkosten basiert (Trennung von Fixkosten und variablen Kosten) und z. B. mit Deckungsbeiträgen rechnet. |
| Handelsbilanz | Teil des Jahresabschlusses. Im betriebswirtschaftlichen Sinne ist die Handelsbilanz die Gegenüberstellung von Aktiva und Passiva. Im Gegensatz zur Steuerbilanz erlaubt das Handelsgesetzbuch größeren Freiheiten bei der Bewertung der Vermögenswerte und der Rücklagen. Die Handelsbilanz erlaubt die Ermittlung des Erfolgs der Abrechnungsperiode. Es gibt auch eine Handelsbilanz im volkswirtschaftlichen Sinne: Dabei handelt es sich um die Gegenüberstellung der Importe und Exporte. |
| Herstellungskosten | Aufwand, der für die Herstellung von Produkten angefallen ist, auch wenn es sich um Anlagen zum Eigengebrauch handelt. Die Herstellungskosten setzten sich aus den Materialkosten, Fertigungskosten und den Sonderkosten der Fertigung zusammen. Gemeinkosten dürfen angesetzt werden. Das gilt jedoch nicht für Vertriebskosten. |
| Innenfinanzierung | Im Gegensatz zur Außenfinanzierung stammen die Mittel aus dem Unternehmen selbst. Dabei kann es sich bei den Finanzierungsmitteln beispielsweise um einbehaltene Gewinne, Rückstellungen oder Abschreibungen handeln. |
| Inventur | Bestandsaufnahme aller Schulden und Vermögensgegenstände durch Messen, Zählen und Wiegen. Wird aufgrund von HGB-Regelungen am Ende jedes Geschäftsjahres vorgenommen. |
| Investition | Kapitalanlage in Sachgütern, um hieraus später Gewinne zu erzielen. Dies kann durch Nutzung, Vermietung oder Verkauf erfolgen. Investitionen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Art (Sach-, Finanz-, und Vorratsinvestitionen) und hinsichtlich ihres Zwecks (Ersatz- oder Erweiterungsinvestitionen). |
| Investitionsrechnung | Alternative Investitionsprojekte können mittels verschiedener Investitionsrechnungsverfahren auf ihre Vorteilhaftigkeit überprüft werden. Grob lassen sich statische und dynamische Rechenverfahren unterscheiden. |
| Istkosten | Begriff aus der Kostenrechnung. Es handelt sich hierbei um die wirklich bei der Herstellung und dem Vertrieb angefallenen Kosten. |
| Jahresabschluss | Enthält insgesamt drei Elemente: Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, bei Kapitalgesellschaften ergänzt um einen Anhang. |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | Bezeichnet innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung den Periodenerfolg des Unternehmens. |
| Kalkulation | Berechnung der Stückkosten eines Kostenträgers und damit ein wichtiges Element der Preisgestaltung und -kontrolle. |
| Kalkulatorische Kosten | Innerhalb der Kostenrechnung sind sie eine Hilfsgröße, um Kostenarten zu erfassen, denen in der Finanzbuchhaltung keine Aufwendungen (Zusatzkosten) oder andere Aufwendungen (Anderskosten) gegenüber stehen. Typische Vertreter dieser Kostenart sind kalkulatorischer Unternehmerlohn oder kalkulatorische Zinsen. |
| Kapitalgesellschaft | Oberbegriff für eine selbstständig handelnde juristische Person. Hierzu gehören z. B. Aktiengesellschaften (AG), Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH), Kommanditgesellschaften auf Aktien (KGaA). |
| Kosten | Verbrauch von Gütern oder Dienstleistungen innerhalb einer Abrechnungsperiode oder pro Produkteinheit. Der Verbrauch muss betriebsbedingt sein und bewertet werden. |
| Kostenarten | Kategorisierung anfallender Kosten innerhalb der Kostenrechnung. Als erster Schritt der Kostenrechnung müssen alle im Betriebsprozess auftretenden Kostenarten systematisch erfasst werden. Dies ist sowohl nach Art der Produktionsfaktoren (z. B. Personal, Material, Abschreibungen, Steuern) oder nach Funktionsbereichen (z. B. Herstellung, Vertrieb) möglich. |
| Kostenartenrechnung | Teil der Kostenrechnung, in welcher sämtliche anfallende Kosten erfasst, kategorisiert und gegliedert werden. |
| Kostenrechnung | Sie erfasst, verteilt und ordnet die im Unternehmen anfallenden Kosten (Kostenartenrechnung: Welche Kosten sind entstanden?) auf die verschiedenen betrieblichen Teilbereiche (Kostenstellenrechnung: Wo sind die Kosten entstanden?) und die einzelnen Produkte (Kostenträgerrechnung: Wofür sind die Kosten entstanden?). |
| Kostenstelle | Teilbereich des Betriebs, dem bestimmte Kostenarten zugerechnet werden können. |
| Kostenstellenrechnung | Sie verteilt die Gemeinkosten auf die Kostenstellen. Ziel der Kostenstellenrechnung ist es, Kalkulationsgrundlagen für innerbetriebliche Verrechnungspreise und die Kalkulationssätze der Kostenträgerrechnung zu ermitteln. Darüber hinaus dient sie der Planung, Steuerung und Kontrolle. |
| Kostenträger | Leistungseinheiten des Betriebes (z. B. einzelne Produkte), welchen die Kosten ihrer Herstellung zugerechnet werden. Die durch sie erwirtschafteten Erlöse können den Kosten gegenübergestellt und so das Ergebnis je Kostenträger ermittelt werden. |
| Leasing | Überlassung eines Gegenstandes (Maschinen, Gebäude, Fahrzeuge) gegen regelmäßige Zahlungen von Leasinggebühren. Leasing ist eine liquiditätsschonende Finanzierungsform. Oft schließt der Leasingvertrag eine Kaufoption am Ende der Laufzeit ein. |
| Liquide Mittel | Sofort einsatzfähige Zahlungsmittel. Hierzu zählen Bargeld, Schecks, Bankguthaben. |
| Liquidität | Die Fähigkeit eines Unternehmens, seinen Zahlungsverpflichtungen jederzeit betrag- und termingerecht nachzukommen. Das Unternehmen ist liquide, wenn der Bestand an Zahlungsmitteln und kurzfristig veräußerbaren Vermögensgegenständen die Summe der kurzfristigen Verbindlichkeiten übersteigt (Liquidität ersten Grades). |
| Marketing-Mix | Bezeichnet die Gesamtheit aller verwendeten und aufeinander abgestimmten Marketinginstrumente (u. a. Preise, Vertriebswege, Verpackung, Werbung, Öffentlichkeitsarbeit). |
| Marktanteil | Ein wichtiges Maß für die Stärke eines Unternehmens im Wettbewerb. Der Marktanteil gibt aufgrund von Absatzmenge oder Umsatzgröße den genauen Anteil an, den ein Unternehmen an einem bestimmten Markt besitzt. |
| Mezzanine Kapital | Mischform der Finanzierung über Eigen- und Fremdkapital. |
| Nachrangdarlehen | Spezielle Darlehen, bei denen der Darlehensgeber im Insolvenzfall des Schuldners nachrangig befriedigt wird. Kapitalgängige Nachrangdarlehen heißen Nachranganleihen. Wirtschaftlich gelten sie als Eigenkapital, können aber in der Bilanz nicht als solches angesetzt werden. |
| Plankosten | geschätzte zukünftige Kosten, die auf der Basis einer geplanten Produktivität und prognostizierten Herstellungsmengen und Preisen basiert. Sie ist z. B. wichtig für Investitionsrechnungen, Absatz- und Budgetplanungen. |
| Plankostenrechnung | Kostenrechnung, welche mit Plankosten arbeitet, statt historische Kosten für die Berechnung heranzuziehen. Im Geschäftsbetrieb werden die Plankosten im Rahmen einer Abweichungsanalyse mit den Istkosten verglichen. |
| Planung | Vorwegnahme von zukünftigen Handlungsschritten, um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen. Die Planung schließt die Bewertung und Auswahl von Alternativen mit ein. Ziel ist es, den günstigsten Weg für ein geplantes Vorhaben zu finden. |
| Produktionsfaktor | Ein Mittel, mit dessen Hilfe wirtschaftliche Leistung und Gütertransformation möglich werden. Typische Produktionsfaktoren sind: Werkstoffe, Arbeitskraft und Betriebsmittel. |
| Produktlebenszyklus | Abfolge von fünf Phasen, nach denen sich Produkte am Markt entwickeln. Diese sind: Forschung & Entwicklung, Marktstart, Wachstum, Reife und Verfall. |
| Rentabilität | Bezeichnet das Verhältnis zwischen einer Erfolgsgröße und einer variablen Bezugsgröße. |
| Rentabilitätsrechnung | Vergleich der Renditen verschiedener alternativer Investitionen im Rahmen einer statischen Investitionsrechnung. Der Return on Investment bezeichnet die Kapitalrentabilität, d.h. den Erfolg bzw. Gewinn, der durch das eingesetzte Kapital erwirtschaftet wird. |
| Risikoanalyse | Beinhaltet verschiedenen Instrumente, um die Abweichung von einem Erwartungswert abzuschätzen. Um Unsicherheiten der Zukunft mathematisch zu erfassen, werden beispielsweise in der Investitionsrechnung Wahrscheinlichkeitsverteilungen in Form von Risikoprofilen verwendet. |
| Rücklagen | Posten innerhalb des Eigenkapitals in der Bilanz. Rücklagen können offen als Kapital- oder Gewinnrücklagen ausgewiesen werden oder sind als stille Rücklagen durch die Unter- und Überbewertung bestimmter Bilanzpositionen in der Bilanz verdeckt enthalten. |
| Rückstellungen | Posten auf der Passivseite der Bilanz. Sie werden zur Berücksichtigung zeitlicher Verwerfungen und zum Zweck der periodengerechten Zuordnung erstellt. Rückstellungen werden z. B. für zukünftige Aufwendungen gebildet, die am Bilanzstichtag zwar verursacht, aber noch nicht eingetreten sind und deren Eintritt ggf. ungewiss ist. Solche Rückstellungen werden z. B. für Betriebsrenten, Steuern, Gewährleistungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. |
| Selbstkosten | Die Summe aller Herstell-, Vertriebs- und Verwaltungskosten eines Produktes. Diese gilt als Preisuntergrenze. |
| Soll-Ist-Kostenvergleich | Analyse von Abweichungen zwischen den prognostizierten Sollkosten und den tatsächlichen Istkosten. Wichtig zur Ermittlung der innerbetrieblichen Wirtschaftlichkeit. |
| Stille Beteiligung | Teilhaber einer Personen- oder Kapitalgesellschaft, der normalerweise kein Mitspracherecht hat. Allerdings kann er sich ein Zustimmungsrecht vertraglich bestätigen lassen. |
| Substanzwert | Auch Reproduktionswert genannt. Er beschreibt den Wiederbeschaffungswert aller Vermögensgegenstände eines Unternehmens. Der Substanzwert ist ein Verfahren zur Bestimmung des Unternehmenswertes. |
| Umlaufvermögen | Bezeichnung für alle Vermögensgegenstände, die nur kurz im Unternehmen verbleiben, da sie im betrieblichen Prozess transformiert werden. Hierzu gehören Rohstoffvorräte oder Halb- und Fertigprodukte, aber auch Zahlungsmittel und kurzfristig gehaltene Wertpapiere. |
| Unternehmensbewertung | Bestimmung des Unternehmenswertes. Wird vor allem dann benötigt, wenn das ganze oder Teile des Unternehmens verkauft werden sollen. |
| Variable Kosten | Kosten, die sich im Verhältnis zu einer bestimmten Bezugsgröße verändern. Beispielsweise verändern sich die variablen Kosten eines bestimmten Produktes mit der hergestellten Menge. |
| Verursachungsprinzip | Prinzip der Kostenverteilung: Einem Kostenträger können nur die Kosten zugerechnet werden, die auch von ihm verursacht wurden. Üblicherweise sind dies die Einzelkosten und bestimmte Teile der Gemeinkosten. |
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